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[11.04.2010]
Gerechte Punkteteilung nach dramatischem Spiel
 VFL 28:28 gegen HSG Nordhorn-Lingen
 
Lübeck – Turbulent, hitzig und schmerzhaft: 17 Sekunden vor dem Abpfiff gleicht Schwartau zum gerechten 28:28- Endstand gegen Nordhorn aus.

Einen Blick hatten sie vor ihrem Spiel via TV aufs Final Four geworfen, wo ihr Viertelfinal-Bezwinger HSV ins Endspiel eingezogen war. Doch mit dem Europapokal-Sieger von 2008 und -Finalisten von 2009, der HSG Nordhorn-Lingen, hatten die Handballer des VfL Bad Schwartau im Zweitliga-Alltag einen ebenso namhaften Gegner – gegen den am Ende ein 28:28 (14:13) zu Buche stand. Und das nach einer unterhaltsamen Partie mit Herzschlag-Finale. 17 Sekunden vor dem Abpfiff hatte Kreisläufer Kevin Jahn nach tollem Zuspiel von Jan Schult mit seinem zweiten Treffer den Punkt gerettet. Nordhorns Kanonier Michael Jahns (6 Tore) traf zwar mit dem Schlusspfiff noch zum 29:28, doch der Treffer fand trotz massiver Nordhorner Proteste keine Anerkennung. „Der Ball war beim Abpfiff in der Luft“, erklärte Schiri Jörg Mahlich (Stendal). „Ich habe extra auf die Uhr geschaut“, war HSG- Trainer Heiner Bültmann sauer, „das Tor war regelgerecht. Die e Dame am Zeitnehmertisch hat zu früh abgepfiffen.“ Sein Pendant Thomas Knorr sprach von einem „gerechten Ausgang“, trauerte aber der ersten Halbzeit nach, „als wir uns hätten absetzen können“.

Zu recht. Vor 1778 Zuschauern knüpfte sein Team an die 33:28-Gala gegen Schwerin an. Mit einem spiel- und torfreudigen Käptn „Matze“ Hinrichsen (5 Tore bis zum 7:4/12.), einem guten Martin Zeschke am Kreis (vier herausgeholte Siebenmeter), einer beweglichen 3:2:1-Abwehr, die die Räume gut verdichtete, einem guten Keeper Tobias Mahnke (acht von elf parierte Bälle bis zur Pause) und einem erneut torhungrigen Schult (5 von 6 Tore in Halbzeit eins), der zum 13:10 (23.) traf. Doch dann patzte Hinrichsen vom Punkt, baute so HSG-Torwart Buhrmester (15 Bälle, davon vier Siebenmeter). Das Signal für Nordhorn, die mit einem nun stärker werdenden „Euro- Fighter“ Maik Machulla zum 13:13 ausglichen. Lust auf mehr machte jedoch das Schwartauer 14:13 Sekunden vor der Halbzeit durch einen Kempa-Trick von Tretow.

Der Schreck nach 43 Minuten: Schult musste mit blutender Platzwunde vom Feld. „Wir haben die Wunde erst geklammert, damit er weiter spielen konnte und nach dem Spiel genäht“, erklärte Teamarzt Dr. Jürgen Paul. Schult kam zurück (50.) und mit ihm der VfL in Vorhand (25:24/ Kasza). Doch Nordhorn hielt mit Spieler-Trainer Machulla (8/2) gegen, setzte sich gar auf 28:26 (56.) ab. Dramatik pur am Ende: Erst verkürzte Knorr, dann scheiterte Hinrichsen vom Siebenmeterpunkt. Die VfL-Hoffnung hielt der eingewechselte Torwart Markus Noel am Leben, als er im Duell mit HSG- Linksaußen Mickal Sieger blieb. Und dann kam Jahn: „Ich bin froh, dass ich den versenkt habe. Ein glücklicher Punktgewinn.“ Schlusswort Schult: „Für die Zuschauer war es ein schönes Spiel.“ Für ihn ein schmerzhaftes – das zugeschwollene Auge wird ihn heute daran erinnern.

Quelle: LN, 11.04.2010
 
Tore: Hinrichsen 7/4, Schult, Tretow je 6, 6), Kasza 3, Dombrowski, Jahn je 2, Knorr, Zeschke je 1
 
Auswärtsspiel - 11.09.2010 - 19:00:00 Uhr
HC Aschersleben - VfL Bad Schwartau
Heimspiel - 18.09.2010 - 19:00:00 Uhr
VfL Bad Schwartau - TUSEM Essen
6 HC Empor Rostock 2:0
7 TUSEM Essen 2:2
8 HSG Nordhorn-Lingen 2:2
9 VfL Bad Schwartau 2:2
10 Dessau-Roßlauer HV 06 2:2
11 HC Aschersleben 2:2